Wartung

sOmEoNeCrAzY hat sich die Mühe gemacht mal zusammenzuschreiben, was beim Honda del Sol so alles an Wartung zu machen ist. sOmEoNeCrAzY kann hier nur von seinem VTI erzaehlen, wer einen ESI hat muss evtl. einige Dinge anders machen. wesentliche Unterschiede sollte es aber keine geben. Ich hangel mich einfach mal am Wartungsplan entlang !

Vorbereitung

Man sollte das Auto auf einer Hebebühne haben ! Das ist absolut optimal, leider hat nicht jeder die Möglichkeit dazu. Alternativ kann man auch 4 Wagenheber kaufen und so etwas Platz bekommen. Ich persönlich traue diesen hydraulischen Wagenhebern allerdings nicht. Da wären dann vielleicht eher Unterstellboecke interessant. Oder diese Rampen um draufzufahren. Das geht bei extrem tiefen Autos (wie meinem ) aber nicht gut. Im Baumarkt gibt es diesen Kram. Jeder muss selber wissen was er am besten findet. Vielleicht hat auch ein Nachbar oder Bekannter eine Grube in seiner Garage. Das ist auch sehr gut, wenn man es mit Unterstellboecken kombiniert ! Also Auto über die Grube fahren, dann auf alle 4 Böcke und schon hat man relativ viel Platz darunter. Dann braucht man dabei auf jeden fall gutes Licht (!). Wenn man schonmal im Baumarkt ist kann man ja noch einen Halogenscheinwerfer mitnehmen ! Damit lässt sich alles gut Ausleuchten. Eine kleine Taschenlampe ist zusätzlich auch nuetzlich!

 

 

Kommen wir zum Werkzeug: ohne passendes Werkzeug geht garnichts. Wer einen schlüssel nicht passend hat und improvisieren muss verliert immer. ich würde in so einem Fall sofort die ganze Arbeit niederlegen und erstmal den Schlüssel besorgen. Man macht sich sonst nur unglücklich. Es gibt auch sehr gute "Komplettsets" an Werkzeug, wo dann das meiste schon drin ist. Ohne Werbung machen zu wollen will ich anmerken, dass die Motorradzubehoerlaeden (am besten Polo oder eben Hein Gericke) da echt gute Sachen haben ! Billig, komplett und auch gute Qualität. Proxon-highquality Kästen halte ich wirklich für übertrieben. Klar, das Werkzeug muss was taugen aber ich beispielsweise mache fast alles mit diesem satz hier:

Und hab damit schon alles mögliche gemacht. Dazu noch ein Drehmomentschluessel und einzelne Schlüsselgrössen, die man öfter braucht. Dazu empfehle ich noch einige Bits fuer den Schraubendreher. Es gibt da viele verschiedene, und wenn man für jede Schraube den passenden hat, dann ist das schon eine feine Sache.

 

So, nun sind also einige Zangen/Schlüssel/Bits/Nüsse vorhanden, Aufbockmoeglichkeit auch.

 

Grundsaetzlich vorsichtig sein, rundgedrehte Schrauben können gerade am Motor viel Ärger machen, ich hab schon einges aufbohren müssen, weil ich abgerutscht bin. Abrutschen muss IN JEDEM FALL vermieden werden ! Wenn eine Schraube etwas rund ist, dann lieber eine neue kaufen ! im sortierten Eisenhandel gibt es einzelne Unterlegscheiben und Schrauben!

 

Um Schrauben anzuziehen gibt es Drehmomente. Das sind Angaben, wie stark eine Schraube angezogen werden muss. Die angaben finden sich in den Handbüchern. Es gibt nun Leute die haben 5 verschiedene Drehmomentschluessel um jedes Drehmoment genau einzustellen. Ich persoenlich halte das für übertrieben ! Mit etwas Erfahrung weiss man doch etwa wie fest eine Schraube angezogen sein muss. Deshalb kann man sich viele Drehmomente sparen. Wichtige sache wie Radschrauben sollten natürlich mit Drehmoment angezogen werden !

 

Ich habe auch schon Schrauben abgedreht, weil ich unbedingt das Drehmoment einhalten wollte. Dann hies aufbohren und Gewinde neu schneiden... viel Ärger und vergeudete zeit!! Wwie man zu feste Schrauben aufbekommt oder runde Schrauben aufschlägt ist wichtig zu wissen, aber jetzt hier nicht Gegenstand des How-To. Grundsätzlich gilt (solange die Schraube noch ein bischen was taugt): viel Druck auf die Schraube ausüben und dann drehen. Das geht auch mit einem Akkuschrauber, wenn man in ihn das richtige Bit einsetzt und dann mit dem ganzen Gewicht draufdrückt. Da er sich von alleine dreht kann man sich voll auf den Druck konzentrieren. Bei Sechskantschrauben ist es ratsam, mit einem groesseren Hebel zu arbeiten! Also zum Beispiel mit dem Drehmomentschluessel. Bloss niemals abrutschen!

 

Zuletzt noch ein Punkt: Grundsaetzlich gilt: vor Fragen das Handbuch lesen (kurz: RTFM , read the f***ing manual) Wer das Handbuch nicht hat hat, ganz ehrlich, ein Problem! Ohne Handbuch würde ich ausschliesslich mit einem Fachmann zusammen die Wartung machen. Auch die Fachmänner wissen nicht immer alles über den CRX. Also Handbuch ist in meinem Augen unerlässlich.

Anfangen ... mit Einkaufen

So, jetzt liegt alles bereit und das Auto ist von allen Seiten leicht zugänglich.

 

Also gut, fangen wir endlich mal an laut Wartungsplan:

Erstmal die Einkaufsliste (am besten zum Hondahändler gehen! Oft werden VTI und ESI Teile vertauscht weil ATU wie immer keinen plan von Autos hat):

 

Ich gehe gerne zu meinem Hondahändler, weil die Leute einfach cool sind. Zudem wissen sie wirklich bestens bescheid was den CRX angeht und haben alle Ersatzteile sofort zur Hand.

Luftfilter

Die meisten werden einen Sportluftfilter haben (so wie ich auf dem Bild). Diesen muss man mal kontrollieren, ob er noch sauber ist. Wenn sich zuviel Staub angesammelt hat und die Luft nichtmehr einwandfrei durchfliessen kann sollte man ihn ausbauen (Schläuche lösen, Schellen lockern, abziehen, ist ja kein Problem) und reinigen. Manche Leute ölen ihn auch ganz leicht wieder ein. Wer einen Originalfilter hat, der muss das Luftfiltergehäuse öffnen und den alten (wahrscheinlich sehr dreckig) durch den neuen ersetzen. Dann den Kasten wieder zuschrauben und gut ist .

Motoreinstellungen

Leerlaufdrehzahl

Normal ist so etwa unter 1000 Umdrehungen bei warmem Motor. Nach kurzer Zeit sollte sich im Stand die Drehzahl bei etwa 800rpm einpendeln. Wenn es ständig herumregelt kann es verschiedene Gründe haben. Bei mir war es ein lockerer Schlauch an der Drosselklappe (danke Vorbesitzer!). Dann die Backupsicherung kurz rausnehmen und wieder einsetzen. Danach stellt sich der Motor mit der Zeit wieder ein und sollte bei 800rpm liegen.

 

Verdampfungsemissionsregelung

Das wird nur alle 100000km mal überprueft. Die 100000er Wartung würde ich ohnehin von der Fachwerkstatt machen lassen (Honda Händler), daher ist das jetzt egal. Die haben da einfach spezialgeraete.

 

Zündzeitpunkt

Das sollte auf jeden Fall der Hondahändler machen. Auch hier braucht man Spezialwerkzeug, die Messung geht aber recht schnell.

 

Kurbelgehäuseentlüftungsventil

Alle 100000km, daher macht das die Werkstatt.

Ventilspiel

Dazu muss der Ventildeckel runter.

Ausserdem brauchen wir eine Fühlerlehre. Kostet wenig, gibts im Baumarkt. Wir brauchen nur 2 Blätter, 0.15mm und 0.20mm. (VTI) Erst die Schrauben auf der Abdeckung über den Zündkerzen lösen.

Graue Abdeckung abnehmen. Darunter sind unter anderem Plastikhalterungen für die Zündkabel. Diese Halterungen auch abnehmen. Jetzt alle 4 Züendkerzenstecker einfach rausziehen.

Dann die Schrauben am Ventildeckel über Kreuz lösen. Ventildeckel abnehmen. So, was wir nun sehen sieht so aus:

Das sind die beiden Nockenwellen und die Ventile. Es gibt an jedem Zylinder 4 Ventile. 2 Einlass und 2 Auslass Ventile. Einlass ist (wenn man vor der Haube steht) "oben" und Auslass ist natürlich "unten", beim Krümmer eben. Nun gucken wir im Handbuch nach, welches Spiel vorgeschrieben ist. Das waren glaube ich beim Einlass 0.17mm-0.21mm und Auslass 0.15mm-0.19mm. Weiss es aber nichtmehr genau aus dem kopf --> nachgucken !

 

So, das Prüfen sollte man sich von einem Fachmann zeigen lassen, ist aber nicht schwer. Im Wesentlichen gilt es den Abstand zu messen, den der Hebel, der auf das Ventil drückt, vom Ventil hat. Dazu muss der Kolben in dem Zylinder den man prüft aber oben sein (OT). Das merkt man, wenn das Spiel am Ventil spürbar ist. Also ein Rad festhalten und am anderen drehen (geht meist nur zu zweit ) bis eben die Ventile ein spürbares Spiel aufweisen.

 

Auslass

Jetzt wird die Fühlerlehre mit dem 0.15mm Blatt darein geschoben, wo das Spiel spürbar ist. Also in den Zwischenraum des Hebels und des Ventils. Evtl. muss man sie dafür abknicken, ist etwas fummelig:

Die 0.15mm sollte reinpassen. Die 0.20mm nichtmehr oder nur ganz knapp ! Wenn das der Fall ist ist alles ok und es muss nichts geändert werden. Wenn die 0.15mm aber nicht reinpasst oder die 0.20mm auch noch etwas Luft hat muss eingestellt werden !

 

Wie stellt man nun ein ? Auf jedem Ventil ist eine Mutter und eine Kreuz-Schraube. Erst wird die Mutter geloest, dann wird mit einem Schraubendreher die Kreuzschraube so zu oder aufgedreht, dass das Ventilspiel etwa stimmen sollte. Nun die Mutter wieder festdrehen und versuchen, dass sich die Kreuzschraube dann nicht mitdreht. Jetzt erneut mit der Fühlerlehre messen. Stimmt der abstand (0.15mm passt rein, 0.20mm gerade nichtmehr) ? Super ! Dann beim nächsten Ventil weitermessen ! Stimmt der abstand nicht ? Dann nochmal aufdrehen und erneut einstellen. Das kann ruhig mal eine ganze Weile dauern, bis man raushat wie es geht !

 

ACHTUNG: die schrauben an den Ventilen mit GROSSER Vorsicht behandeln !!! Wenn die mal kaputt sind ist das ein Problem !!! Unter Umständen mehrere Bits versuchen, bis es wirklich perfekt passt !

 

Einlass

So, auf der Einlassseite geht es ganz genauso, nur dass hier das Spiel anders ist (0.17mm-0.21mm)! Also messen wir mit dem 0.15mm Blatt. Es darf nicht reinpassen. Das 0.20mm Blatt muss reinpassen, darf aber nur ganz wenig Spiel haben ! Wenn das nicht der Fall ist ("ganz wenig" heisst auch "ganz wenig!") dann eben einstellen wie oben beschrieben.

So, nun sind alle Ventile richtig eingestellt. Beim ESI ist sieht es wohl etwas anders aus, da er nur 1 Nockenwelle hat aber dazu kann ich leider nicht viel sagen. Auch wenn es anders aussieht wird man die Ventile genauso einstellen. Das Spiel ist aber evtl. ein anderes, daher im Handbuch nachgucken !

Ventildeckel noch nicht wieder draufmachen! Zumindest nicht festschrauben, den brauchen wir noch. Aber vielleicht auflegen, damit nichts reinfaellt !

Kraftstofffilter

Der Kraftstofffilter ist hier:

Er wird von 1 Schraube festgehalten und es gehen 2 Schläuche rein (einer kommt vom Tank, einer geht zum Motor).

Zuerst beide Schläuche abnehmen. Dazu einfach die Schrauben aufdrehen. Bei der Schraube, die zum Motor geht achtgeben ! Am besten erstmal vorsichtig angucken, wo da alle 3 Dichtungen stecken ! Die Schraube hat Dichtungsringe und ist eine Hohlschraube, also einfach vorsichtig sein, damit nichts runterfällt (die Dichtungen) !

Die Schraube, an der der Filter befestigt ist, ist hinter dem Filter (grün im Bild). Etwas fummelig zu erreichen aber es geht schon. Die auch losdrehen und dann den Filter abnehmen. Jetzt den neuen Filter auspacken und alle 3 neuen Dichtungsringe bereitlegen. Erstmal den filter wieder befestigen mit der Fummel-Schraube und dann den Schlauch dran, der zum Motor geht. Dieser schlauch bekommt alle Dichtungsringe ! 1 zwischen Filter und Schlauchende, 1 zwischen Schlauchende und Schraube und 1 für die kleine Schraube oben, der ist aber nicht so wichtig. also einfach so, wie man es vorher beim abbauen gesehen hat.

Der andere Schlauch, der vom Tank kommt bekommt keine Dichtung ! Er wird einfach wieder reingeschraubt !

Ob alles gut gemacht ist sieht man, wenn man den Motor spaeter anlässt und kein Benzin rausläuft !

Kraftstoffleitungen

Läuft Benzin aus ? Sind die Schläuche beim Kraftstofffilter spröde und abgenutzt ? Nein ? Dann ist alles ok ! Mein auto ist 12 Jahre alt und die Schläuche sind noch tiptop ! Also da sollte nichts anbrennen.

Zündkerzen, Zündkabel und Verteilerkappe

Da unser Ventildeckel ja noch offen ist haben wir hier leichtes Spiel: Ventildeckel wieder runternehmen und die Zündkerzen rausdrehen.

Wer mit dem Werkzeug nicht drankommt kauft sich eine passende Tiefbettnuss. Das ist eine Nuss, die einfach länger ist und daher gut drankommt. Damit werden die Kerzen rausgeschraubt. Nun kann man das Kerzenbild angucken: Wie sehen die Kerzen aus ? Sind sie schwarz verkohlt oder recht sauber ? Das kann einem Aufschluss geben, ob der Motor gut verbrennt.

 

Nun nimmt man die neuen Kerzen und schraubt die wieder rein. Achtung: mein Mechaniker hällt es für sehr wichtig, die Gewinde der neuen Kerzen mit Kupferpaste einzuschmieren ! Ich habe auch schon Leute gesehen, die das nicht machen. Aber besser ist es wohl ! Also wer alles perfekt machen will kauft sich etwas Kupferpaste und schmiert die Gewinde der Zündkerzen damit ein, bevor er sie einschraubt. Jetzt den Ventildeckel wieder aufsetzen und über Kreuz die Schrauben anziehen. Danach die Zündkerzenstecker wieder einstecken und die Abdeckung anschrauben. Die kleinen Halterungen für die Zündkabel auch wieder festmachen.

 

Verteilerkappe

Wenn der Motor sauber zündet gibt es wenig Grund zur Annahme, das hier was nicht stimmt. Diese Wartung ist ausserdem bei der 100000km Inspektion, daher macht das unsere Werkstatt.

 

Zündkabel

Sind alle in Ordnung ? Zündet der Motor einwandfrei ? Keines poroes oder angefressen ? Dann ist ja gut !

Motoröl und Motorölfilter

So, jetzt geht es an den Ölwechsel. Also da Auto rauf auf die Bühne und hochfahren. Jetzt interessiert zuerst einmal der Unterboden, unter dem Motor. Der sieht etwa so aus:

Jetzt suchen wir die Ölwanne. Sie ist auf der linken Seite. Man erkennt gleich die auffällige Schraube und wenn man weiter hochguckt den Ölfilter. hier ein bild:

Also jetzt eine Wanne die 5 Liter fasst unter die Ablassschraube halten/stellen und die Schraube öffnen. Achtung ! Nicht dass sie ins Öl fällt ! Jetzt läuft das Öl raus und in unsere Wanne. Solange es rausläuft machen wir uns an den Ölfilter. Dieser muss erstmal rausgedreht werden. Entweder man hat einen Ölfilterschlüssel oder eine Rohrzange *harhar*. Damit packt man den Ölfilter und versucht ihn zu lösen. Wenn er ab ist läuft nochmal etwas Öl aus ! Nun nehmen wir den neuen Ölfilter und legen die neue Dichtung auf. Mit dem Finger wird in das alte Öl getippt und damit dann die neue Ölfilterdichtung eingeölt. Die sollte schon richtig flutschen ! Jetzt wird der neue Ölfilter angeschraubt. Entweder mit Ölfilterschluessel oder per Hand. Wenn man einigermaßen stark ist und trockene, saubere Hände hat (also guten "grip") kann man es von Hand eindrehen. Dann aber so fest wie möglich. Ansonsten mit dem Ölfilterschlüssel leicht anziehen.

 

Nun sollte das Öl fertig ausgelaufen sein. Man nehme die neue Ölablassschraube und lege die neue Dichtung auf. Diese wird nun in die Ölwanne wieder eingedreht. So, das wars zum Ölwechsel im Unterboden. Jetzt fahren wir das Auto wieder runter und öffnen den Öleinfuellstutzen. Ich denke dafuer ist kein Bild nötig, wo der ist sollte man wissen.

 

Da kommen nun 4 Liter frisches Öl rein. (Voni meinte, es wären 4.2 Liter... bei mir haben 4 Liter genau vollgemacht aber vielleicht am besten erstmal 4 Liter reinkippen und dann hinterher prüfen, ob der Füllstand in Ordnung ist. Die Angabe mit 4 Litern stammt aus einem Buch, in dem alle Wartungsdaten aller Fahrzeuge drinstehen. Also kein spezielles Hondabuch). Wenns etwas mehr ist ist nicht schlimm, also etwa 2-3mm auf dem Ölzeigestab. Aber mehr sollte es nicht zuviel sein !! Dann lieber wieder etwas ablassen ! Motor jetzt einmal starten und gucken: läuft Benzin am Kraftstofffilter aus ? Motor wieder ausmachen und nochmal Öl messen.

Keilriemen, Kühlsystem, Getriebeöl

Keilriemen

Die ganzen Riemen auf Festigkeit pruefen.

Sind sie spröde oder ausgelutscht ? Wenn ja müssen sie ersetzt werden ! Das ist recht aufwendig und sollte vom Hondahändler gemacht werden. In der regel aber nur alle 100000 km! Also wieder nichts, was uns hier momentan interessiert. Im kalten Zustand (winter) können die Riemen auch mal quietschen. Das ist normal. Man kann sie einschmieren, aber das hällt meist nicht lange an.

 

Kühlsystem

Ist genügend Wasser im Kühlbehälter ??? Läuft Kühlwasser aus ? Sind die Abgase stark weiss gefärbt ? Wenn nichts ausläuft und die Abgase nicht weiss sind dann einfach etwas Wasser nachfüllen. Erst den Behälter füllen (Wasser + Kühlmittelzusatz anmischen etwa 1:1) und dann gucken, ob im Kühler selber noch genug drin ist. sonst da auch etwas rein (nicht randvoll!).

Nach einigen Kilometern fahrt dann prüfen, ob der Kühlmittelstand ok ist.

 

Getriebeöl

Da im Getriebe keine Verbrennung stattfindet ist das Getriebeöl auch nach 40000 km oft noch schön goldgelb. Am besten von unten an das Getriebe gucken: läuft Öl aus oder ist alles trocken ? Wenn alles trocken ist muss hier nichts gemacht werden!

Wasserpumpe, Abgasanlage, Bremssystem, Lenkung

Wasserpumpe

Ist sie kaputt ? Austauschen ! Geht sie noch ? Nichts tun ! So einfach ist das.

 

Auspuffrohr, Schalldaempfer und Katalysatorhitzeschild

Auto wieder auf die Bühne und von unten das Auspuffrohr angucken. Meines war sehr verrostet und hatte schon ein Loch. Wenn es verrostet ist dann ein neues bestellen. Genauso beim Schalldämpfer. Wenn er verrostet ist und evtl schon ein Loch hat dann einen neuen kaufen ! An- und Ausbau entweder bei der Werkstatt machen lassen oder selber. Wben einfach gucken wo das Zeug festgemacht ist und dort lösen. Dann das alte Teil in die Tonne treten und das neue anbauen. Da viele auch Sportauspüffe haben, gehe ich davon aus, dass das fuer jeden selber austauschbar ist.

 

Allgemein
Gucken, wo es festgemacht ist ---> lösen --> neues teil da wieder festmachen.
Auch gucken, dass alles festgemacht ist ! Gerade das Hitzeschild am Katalysator !
Also überall mal herumruckeln und gucken ob es klappert. Wenn ja: neu kaufen bzw. besser befestigen.

 

Bremsen

Hierzu wollte la_del_sol ein How-To schreiben. Ich kann es aber auch mal kurz erklären: Also Auto wieder aufbocken bzw. auf die Bühne nehmen. Jetzt alle 4 Radmuttern runterschrauben. Die felge abnehmen (nicht verkratzen!) und hinlegen. Nun kann man die Bremsscheibe angucken. Hat sie riefen oder ist ungleich abgenutzt ? Ist sie noch dick genug (Nachmessen, Werte stehen im Handbuch) ?
Ein Blick auf die Bremsbeläge verrät: Ist noch genug Material drauf ? Wenn Riefen in der Scheibe sind dann sollten die Beläge erneuert werden und die Scheibe dann wahrscheinlich auch. Es empfiehlt sich beim Austausch der Bremsscheiben gleich auf bessere Scheiben umzurüsten. Zum beispiel zimmermann.

Dazu muss erstmal der Bremssattel runter. Er ist auch von hinten etwas verschraubt, daher ist das ganze etwas tricky. Also ordentlich gucken und dann vorsichtig abschrauben. Dann noch die Plastikabdeckung abschrauben (hinten) und schon kann man die Scheibe eigentlich runternehmen.
Hier gilt wieder: gucken, wie das Teil befestigt ist. welche Reihenfolge macht sinn ? --> Schrauben ausdrehen ---> Teil abnehmen !

Beim Anbau darauf achten, dass die Bremsbacken (da wo die neun Beläge drauf sind) ganz eingedrueckt sind (Bremsfluessigkeitsstand im Behälter kann sich erhöhen, daher Behälter öffnen und vorsichtig sein, damit nichts überläuft)! Dann wieder einbauen und wenn alles wieder eingebaut ist einigemal probebremsen.

Neue Bremsen sollten die ersten 150km vorsichtig eingefahren werden ! Keine Notbremsungen ! Natürlich nach dem Einbau (bevor die Räder wieder drankommen) prüfen, ob die Scheiben gerade laufen oder etwa krumm aufgesetzt sind.

Solange man nichts an den Bremsleitungen macht sind arbeiten an der Bremse, solange sie sorgfältig gemacht werden in meinen Augen kein Risiko fuer die Sicherheit ! Damit meine ich jetzt aber nur das Wechseln der Scheiben und Beläge !

 

Bremsflüssigkeit

Den Wechsel sollte wieder unser Hondahändler machen. Man kann es zwar selber Wechseln und ist auch nicht so schwierig aber gerade wenn man es noch nie gemacht hat, kann es gut passieren, dass man Bremsflüssigkeit auf dem Lack verspritzt (greift lack an !!!) und dass man echt Stunden braucht, da man immer im Innenraum "nachpumpen" muss am Bremspedal.... und wenn einmal Luft ins System gelangt alles wieder von Neuem.... viel spass !

Beim Hondahändler haben sie da krasse Geräte, die sie anschliessen, das sollen ruhig die machen ! Da Bremsflüssigkeit stark Wasser zieht (hydrophil), muss sie ab und an gewechselt werden. Daher sollte man den Füllstand in dem Behältnis kontrollieren (auch Kupplungsbehältnis) und die Farbe der Flüssigkeit angucken. Richtig beurteilen kann man das nur mit etwas Erfahrung. Daher würde ich mal so grundsätzlich raten: wenn die Bremse funktioniert und gut dosierbar ist dann soll das bei der nächsten Wartung die Werkstatt machen.

 

Lenkung

Am besten auf einer ebenen Strasse mal geradeausfahren und das Lenkrad loslassen. Zieht das Auto deutlich in eine bestimmte Richtung ??? Wenn das so ist muss die Spur eingestellt werden. Das kann man selber kaum machen, das soll wieder unser Hondahändler machen ! Geht der Servo noch gut ? Ist der Flüssigkeitsstand in Ordnung ? Wenn da keine Probleme auftreten dann ist da auch nichts zu machen.

 

Sichtprüfung

Ist irgendwo im Motor oder unter dem Motor eine feuchte Stelle? Also zum Beispiel Ventildeckeldichtung oder Ölwannendichtung. Oder am Getriebe.

 

Wenn es feuchte Stellen gibt sind die Dichtungen etwas im Eimer. Das ist solange nicht schlimm, wie nichts auf den Boden tropft. Wenn also in der Garage unter dem Auto alles trocken ist dann hat man eigentlich kein Problem. Sonst müssen die Dichtungen gewechselt werden. Dazu beim Hondahändler Dichtung kaufen und den das am besten gleich machen lassen ! Selbst wenn ich erklären würde, wie man es einbaut ist die Wahrscheinlichkeit, etwas zu übersehen recht gross oder man versäumt irgendwo richtig abzudichten. Also das beim nächsten mal den Hondahändler machen lassen.

 

Jetzt mal den Unterboden allgemein kontrollieren: Ist die Unterbodenversiegelung untendrunter vergammelt ? Gibt es rost am Unterboden ? Etwas Rost ist unvermeidlich, jedoch die typischen Stellen aussen am Schweller und in den Radläufen müssen SO SCHNELL WIE MÖGLICH gerichtet werden vom kundigen Karrosseriebauer ! Das frisst sich sonst weiter fort ! Zudem die achsmanschetten prüfen. Das sind die Gummidinger, die bei den Vorderäedern sind, solche Faltenbälge nennt man das glaube ich. Die dürfen nicht porös oder brüchig sein, Fett darf auch keines rauskommen ! Wenn kaputt: wechseln lassen !

 

Jetzt der abschliessende Blick: Liegen noch irgendwo unverbaute Schrauben rum, die vergessen wurden ?
Sind alle Werkzeuge wieder beisammen oder hat man eines irgendwo rumliegen lassen ?
Hat man aus versehen eine alte Dichtung wieder verbaut, weil man sie mit der neuen verwechselt hat ?
Läuft irgendwo irgendeine Flüssigkeit aus ?

 

So, dann wären wir fertig mit unserer Wartung. Den Motor nun mal anmachen und gucken, ob alles normal läuft. Wenn man alles richtig gemacht hat, ist nun Zeit für ein sehr zufriedenes Grinsen . Werkzeug einpacken, Hände waschen und ab nach Hause .

 

Altöl dann zur Sammelstelle bringen !